Vögel und Robben im Naturparadies Helgoland

Willkommen auf Deutschlands einziger Hochseeinsel

 

Helgoland wirkt eine enorme Anziehungskraft auf mich aus. Diese kleine Insel gehört zu meinen Lieblingsorten in Deutschland. Hier verläuft die Zeit noch etwas langsamer und an der rauen Nordseeluft kann ich Kraft und Inspiration tanken. Vor allem als Tierfotografin hat dieses kleine Fleckchen Erde eine ganz besondere Bedeutung für mich. Nirgendwo sonst in Deutschland kommt man so nah an verschiedenste Vogelarten und an unser größtes Raubtier - die Kegelrobbe - heran. 

 

Also machte ich mich mit meiner Ausrüstung im Mai diesen Jahres für vier Tage auf in den hohen Norden. Zu dieser Jahreszeit ist das Brutgeschehen der Meeresvögel in vollem Gange und ich freute mich riesig darauf, die in den letzten Jahren enorm angewachsen Vogelkolonie zu sehen. Die zweieinhalbstündige Fährüberfahrt von Cuxhaven verging dabei praktisch wie im Flug. 

 

In der kleinen liebenswerten Pension wurde ich von einer etwas schüchternen Samtpfote empfangen. Aber wie so oft hat auch bei ihr die Neugier letztendlich gesiegt. Nach einer kleinen Portraitsession startete ich zu meinen Rundgang über die Insel. Nachdem mein letzter Besuch zur Geburt der Robbenjungen in den Wintermonaten stattfand, war es wirklich schön, an jedem Wegesrand Klippenkohl und Margeriten blühen zu sehen.

Die Brutkolonien in den Sandsteinklippen

 

Mein wichtigster Stopp war natürlich die Brutkolonie hoch oben in den Buntsandsteinfelsen. Den größten Anteil machen dabei die wunderschön gefärbten Basstölpel und die kleinen Trottellummen aus. In gefühlt fast gleicher Anzahl waren allerdings auch Vogelbeobachter und Fotografen vor Ort. Für einen Platz in erster Reihe am beliebten Lummenfelsen musste man entweder zeitig dort sein oder genügend Ausdauer mitbringen.

 

Die ersten Nester der Basstölpel befanden sich nur etwa einen Meter vom Fußweg entfernt. Doch auch die gesamten Felswände waren bis hinab mit Brutpaaren besiedelt. Die Anzahl der Tiere war einfach überwältigend. Während die Trottellummen ihr Eier auf dem nackten Felsen balancierten, flogen die Basstölpel unermüdlich aufs Meer hinaus, um Nistmaterial zu besorgen. Neben Seetang und Federn wurde von den Vögeln allerdings auch viel Plastik verbaut. Das hat mir wieder einmal erschreckend deutlich gemacht, wie sehr wir unsere Umwelt belasten.

 

Basstölpel sind mit einer Spannweite von bis zu 180 cm elegante Flieger, bei der Landung holpert es dagegen schon mal. Ich finde es immer beeindruckend, dass jeder Vogel aus der Luft auf Anhieb sein Nest wiederfindet. Wenn sich die beiden Partner nach ihren abwechselnden Ausflügen wiedersehen, begrüßen sie sich, indem sie lauthals und nicht gerade sanft ihre Schnäbel gegeneinander schlagen.

Frühmorgendlicher Besuch bei den Basstölpeln

 

In der Hoffnung schöne Bilder von den Tölpeln bei Sonnenaufgang machen zu können, habe ich mich an einem Morgen bei noch nachtschlafender Zeit aus dem Bett gerappelt und bin die Stufen zum Klippenweg hinaufgestiegen. Der Wetterbericht war mäßig optimistisch und nach langem Warten ging die Sonne tatsächlich hinter dicken Wolken auf. Tja, Pech gehabt. Die Vögel wurden bei dem trüben Licht auch nur langsam aktiv. Aber schlafende Basstölpel haben als Motiv auch etwas für sich.

Kegelrobben und Austernfischer auf der helgoländer Düne

 

Mit der Dünenfähre ging es auch dieses Mal hinüber auf die benachbarte Sandinsel zu den Kegelrobben. Während sich die Besucher und Badegäste in der Regel am Südstrand der Düne aufhalten, gehört der Nordstrand ganz den Robben. Meistens faulenzen die imposanten Tiere genüsslich an Land, doch immer wieder machten sich kleine Gruppen zum Spielen und Toben ins Wasser auf. Die bildschönen Eiderenten haben dann lieber schon mal etwas Abstand gehalten, doch die witzigen Austernfischer liefen gerne mitten durchs Getümmel.

Abendstimmung am Lummenfelsen

 

Die Abendstunden habe ich an allen Tagen wieder bei der Vogelkolonie verbracht. Nachdem die Wolken aufgerissen waren, verwandelte das Abendlicht Himmel und Meer in pures Gold. Einfach traumhaft. Als ich alle wichtigen Bilder aufgenommen hatte, habe ich mir einfach für einige Zeit das Treiben angesehen und es genossen, dass ich an diesem besonderen Ort sein konnte. Zum Abschluss haben sowohl Fotografen als auch die Schafherde im Gegenlicht auf den Felsen posiert. Mehr hätte ich mir wirklich nicht wünschen können.

Helgolands schönste Seiten gibt es auch für dein Zuhause

 

Helgoland ist rau, ursprünglich und wunderschön. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch. Wenn dich diese Insel und ihre Tierwelt auch in ihren Bann gezogen haben, erhältst du meine schönsten Aufnahmen ab sofort als gerahmte und ungerahmte Prints oder auf Leinwand im Shop. Von jedem verkauften Bild gehen 2 € an den NABU - Naturschutzbund Deutschland, damit unsere einzigartigen Landschaften erhalten bleiben.

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